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Tarot

Dein erstes Tarot-Deck: Ehrlicher Experten-Guide

Überfordert von der Auswahl? Nach 15 Jahren und tausenden Legungen — was wirklich zählt bei der Wahl deines ersten Decks.

Luna·30. März 2026·14 Min. Lesezeit·24,567 Aufrufe
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Ich habe über vierzig Tarot-Decks in meiner Karriere besessen. Manche liebte ich sofort. Manche wuchsen mir über Monate ans Herz. Und einige — ich gebe es ehrlich zu — stehen unbenutzt im Regal, weil sie auf Fotos wunderschön aussahen, sich aber falsch in meinen Händen anfühlten. Nach fünfzehn Jahren und über zehntausend Legungen bei MondSeele möchte ich dir diese letzte Kategorie ersparen.

Warum dein erstes Deck wichtig ist

Es gibt einen romantischen Mythos, dass dein erstes Tarot-Deck geschenkt werden muss. Das ist völlig falsch — und schlimmer noch, es hält Menschen davon ab, anzufangen. Kauf dir dein eigenes Deck. Wähle es selbst. Die Verbindung zwischen Leser und Deck entsteht durch Benutzung, nicht durch die Art des Erwerbs.

Was wirklich zählt: Dein erstes Deck formt, wie du die Tarot-Sprache lernst. Wenn die Bilder klar und intuitiv sind, entwickelst du deine Fähigkeiten schneller, weil du die Bedeutung "sehen" kannst, ohne ein Büchlein auswendig zu lernen.

Das Rider Waite Tarot: Warum es immer noch das beste Einsteiger-Deck ist

1910 erstmals veröffentlicht, bleibt es das meistverwendete Deck der Welt. Der Grund: Pamela Colman Smith hat jede einzelne der 78 Karten mit einer Szene illustriert, die eine Geschichte erzählt.

Stell dir die Fünf der Kelche vor: Eine Figur in schwarzem Umhang, den Kopf vor Trauer gesenkt, drei umgekippte Kelche vor sich — und zwei aufrechte hinter sich, die sie noch nicht bemerkt hat. Diese Szene lehrt sofort: Verlust und Trauer, ja — aber auch die Botschaft, dass nicht alles verloren ist.

Deshalb referenziert jeder Tarot-Lehrer, jedes Buch dieses Deck. In meinen MondSeele-Workshops sage ich: "Lerne zuerst Rider Waite. Dann wechsle zu jedem Deck, das dich ruft."

Das Rider Waite-Tarot gibt es auch als Set mit Buch und Karten — ideal für Einsteiger.

Meine ehrliche Kritik

Die Bilder von 1909 spiegeln die sozialen Einstellungen jener Ära — überwiegend weiß, europäisch, traditionelle Geschlechterrollen. Das sind berechtigte Kritikpunkte. Aber als Lernwerkzeug bleibt es unerreicht.

Moderne Alternative: Modern Witch Tarot

Lisa Sterles Modern Witch Tarot folgt exakt der gleichen Struktur — alle Guidebooks passen weiterhin — aber die Illustrationen zeigen diverse, zeitgenössische Frauen. Eine 23-jährige Klientin sagte mir, sie könne sich mit dem Rider Waite "nicht verbinden" — zu altmodisch. Ich lieh ihr mein Modern Witch Deck für eine Woche. Sie kam zurück und hatte jeden Tag eine Legung gemacht. "Ich sehe mich in diesen Karten", sagte sie.

Worauf du achten musst

Vollständig illustrierte 78 Karten — alle müssen eine visuelle Geschichte erzählen. Begleitbuch — unverzichtbar am Anfang. Standard-Struktur — 22 Große + 56 Kleine Arkana. Angenehme Größe — du wirst täglich mischen.

Vermeide: Oracle-Decks (andere Regeln), Novelty-Decks (Symbolik oft ungenau), zu abstrakte Decks (für Fortgeschrittene).

Wie du anfängst

Woche 1: Nur anschauen — sortiere in Stapel: mag ich, mag ich nicht, verwirrt mich. Woche 2: Jeden Morgen eine Karte ziehen, erst eigene Intuition, dann Bedeutung nachschlagen. Woche 3: Drei-Karten-Legungen. Probiere auch unser kostenloses Tarot-Tool. Monat 2: Für andere legen — der schnellste Weg, um besser zu werden.

Deck-Pflege

Bewahre Karten in einem Stoffbeutel oder einer Holzbox auf. Reinige monatlich: dreimal klopfen, siebenmal mischen, oder im Vollmondlicht über Nacht liegen lassen. Prüfe unseren Mondkalender.

FAQ

Muss ich übersinnlich begabt sein?

Nein. Tarot ist eine Fertigkeit, kein übernatürliches Geschenk. Ich habe Hunderte "nicht-psychischer" Menschen zu exzellenten Lesern ausgebildet.

Wie lange dauert es, Tarot zu lernen?

Grundlegende Legungen nach zwei Wochen täglicher Praxis. Kompetente Legungen nach drei bis sechs Monaten. Meisterschaft ist eine lebenslange Reise.

Ist es Unglück, sein eigenes Deck zu kaufen?

Absolut nicht. Dieser Aberglaube hat keinerlei Basis in irgendeiner Tarot-Tradition.

Wie viele Decks brauche ich?

Eins. Ernsthaft. Nutze ein Deck mindestens sechs Monate, bevor du ein weiteres hinzufügst.

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Recherchiert und verfasst vom MondSeele-Redaktionsteam mit fortschrittlichen Werkzeugen. Geprüft von Luna.

Luna

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Luna

Astrologin & Human Design Expertin

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